Es war ein früher Morgen im April, als ich auf einem Felsvorsprung im Gesäuse eine zusammengerollte Kreuzotter (Vipera berus) entdeckte. Die Schlange lag regungslos in der ersten Frühlingssonne — ein klassisches Thermoregulationsverhalten.

Die richtige Distanz wahren

Schlangen sind nicht aggressiv — sie beißen nur wenn sie sich bedroht fühlen. Ein Abstand von mindestens zwei Metern ist immer empfehlenswert. Mit einem Teleobjektiv lassen sich trotzdem beeindruckende Fotos machen.

Kreuzotter auf Fels in der Morgensonne
Reglos in der Morgensonne – am dunklen Zickzackband klar als Kreuzotter erkennbar. Foto: Bernard Dupont · CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Was tun bei einem Biss?

Ruhe bewahren ist das Wichtigste. Den gebissenen Körperteil ruhigstellen und sofort einen Arzt aufsuchen. Niemals aussaugen oder abbinden — das verschlimmert die Situation. Ein ausführlicher Notfall-Ratgeber findet sich im Beitrag Schlangenbiss – was im Notfall wirklich zählt.

Porträt einer Kreuzotter mit senkrechter Pupille
Das untrügliche Vipern-Merkmal: die senkrechte, schlitzförmige Pupille. Foto: Bouke ten Cate · CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Diese erste Begegnung hat mein Interesse für die heimischen Schlangen endgültig entfacht. Den vollständigen Steckbrief gibt es im Lexikon.


Bildnachweise: Titelbild: Miika Silfverberg (CC BY-SA 2.0) · Foto 1: Bernard Dupont (CC BY-SA 2.0) · Foto 2: Bouke ten Cate (CC BY-SA 4.0) — via Wikimedia Commons.